15th International Congress on Catalysis 2012
Munich/Germany
01.07.2012
- 06.07.2012
30. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen und ProcessNet-Jahrestagung 2012
Kongresszentrum, Karlsruhe
10.09.2012
- 13.09.2012
im Festsaal der Fachhochschule für öffentliches Verwaltung und Rechtspflege,
Güstrow
Steigende Preise für fossile Energieträger eröffnen der Landwirtschaft Chancen, ihre Produktionsplanung nicht allein am Bedarf der Nahrungs- und Futtermittelindustrie auszurichten, sondern sich durch den Anbau von Energiepflanzen neue Absatzmärkte zu erschließen.
Andreas Schütte (FNR) rechnet damit, daß die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland von derzeit ca. 3.000 auf bis zu 10.000 im Jahr 2010 zunimmt und prognostiziert dafür einen Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen von 2 bis 2,5 Mio. ha Ackerfläche. Zusätzlich erzeugt die Nachfrage nach biogenen Kraftstoffen einen steigenden Bedarf an Rapsöl zur Erzeugung von Biodiesel. Schon heute kann der Markt für Biodiesel in Deutschland nur noch begrenzt durch die inländische Rapsölproduktion abgedeckt werden. Um auch die Einsatzmöglichkeiten für Bioethanol im Sinne der EU-Biokraftstoffrichtlinie zu erweitern und der Landwirtschaft den Absatzmarkt für die benötigten Rohstoffe zu akzeptablen Preisen zu sichern, müssen – gemeinsam mit der Automobil- und Mineralölindustrie – Wege gefunden werden.
Unterstützt durch das novellierte EEG, werden heute zur Erzeugung von Biogas in zunehmendem Maße speziell angebaute Energiepflanzen als Substrate genutzt. Dies bedingt neue Anforderungen an die Verfahrenstechnik, u.a. für einen sicheren Anlagenbetrieb, die Optimierung der Raum-Zeit-Ausbeuten und die Abtrennung störender Bestandteile aus dem Biogas.
Der Anbau von Energiepflanzen ist aber auch eine Herausforderung für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Sie sollen die Voraussetzungen schaffen für wettbewerbsfähige Produktionsalternativen durch optimale Erträge sowie standortangepaßte Sorten und Fruchtfolgen bei gleichzeitig umwelt- und ressourcenschonenden Anbaumethoden.
Die angerissenen Themen sind Gegenstand der gemeinsamen Fachtagung, zu der die DECHEMA e.V., Frankfurt am Main, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Gülzow, die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Braunschweig, und die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) einladen.
Angesprochen sind vor allem landwirtschaftliche Betriebe, Ingenieurbüros, Anlagenbetreiber (Biogas etc.) sowie praxisorientierte Forschungseinrichtungen und Behörden.
Die DECHEMA dankt den Partnerinstitutionen und dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei des Landes Mecklenburg-Vorpommern für ihre Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung.