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Highlights

15th International Congress on Catalysis 2012
Munich/Germany
01.07.2012 - 06.07.2012

30. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen und ProcessNet-Jahrestagung 2012
Kongresszentrum, Karlsruhe
10.09.2012 - 13.09.2012


Informationswuensche

Beitragseinreichung

Beitragseinreichung Poster wieder möglich!

TAGUNGSTHEMEN
Bitte reichen Sie Poster-Beiträge zu den folgenden Schwerpunkten ein:

1. Wasser-, Energie-, Stoffstrommanagement
Die Behandlung industrieller Roh-, Prozess- und Abwässer erfordert neben innovativen Verfahren integrierte Ansätze unter Berücksichtigung der Wasser-, Energie- und Stoffströme. Nur so können die Potentiale der in den Teilprozessen benötigten Ressourcen und anfallenden Ströme sowohl ökologisch als auch ökonomisch genutzt werden. Dabei geht es z.B. um Rückgewinnung, Wiedereinsatz oder auch Umwandlung (Einsatzstoffe, Wasser, Wärme, Kälte, Wertstoffe, Schadstoffe, Spurenstoffe) der verschiedenen Stoffströme. Die Verfahrenskonzepte erfordern neben der Innovation in der Technologie auch ein industrielles Stoffstrommanagement mit entsprechenden Prozess- und Bilanzmodellen für eine intelligente Steuerung. Zusätzlich zu den ökonomischen Vorteilen dieses Stoffstrommanagements werden auch Reduzierungen im Bereich des Ressourcenverbrauchs und der CO2-Emissionsäquivalente erwartet.

2. Energieeffizienz von Verfahren und Prozessen
Energie ist häufig der wesentliche Kostenfaktor beim Management und der Reinigung industriellen Abwassers. Eine Erhöhung der Energieeffizienz ist daher unabdingbar zur Senkung von Kosten und Sekundäremissionen sowie letztlich zur Verbesserung der umweltrelevanten Kennzahlen der Produkte. Beiträge sind hierzu erwünscht aus den Bereichen Energieeffiziente Prozesse (z. B. energetische Gegenüberstellung von Verfahren, Verfahren oder Regelung der N-Elimination, ...), Technologien (z. B. Belüftungssysteme, Klärschlammtrocknung, Nutzung von MSR-Technik,…) und Apparate (z. B. Pumpen, Rührwerke, …). Die dargestellten Lösungen sollen neue Wege aufzeigen und quantifizierbar sein. Willkommen sind insbesondere Beiträge, die sich auch mit Aspekten des Anlagenbetriebs (Einbindung der Betriebsmannschaft, Anreizkonzepte, …) sowie der langfristigen Sicherung des erreichten Standards beschäftigen (Erfolgskontrolle, Energieeffizienzmanagement, …).

3. Herausforderungen der Kreislaufeinengung

Der Frischwassergebrauch konnte in den letzten Dekaden durch innerbetriebliche Maßnahmen erheblich gesenkt werden. Eine weitere Reduzierung, die im Wesentlichen durch Kostenein-sparungen getrieben wird, erfolgt durch die Aufbereitung und Rückführung von Wasser. Die daraus resultierende Aufkonzentrierung schwer abbaubarer Organika und Salze sowie die Temperaturerhöhung sind Herausforderungen für Technologieentwickler und Betreiber solcher Kreisläufe. Gleichzeitig bietet das erhöhte Konzentrationsniveau aber auch die Chance, Stoffe und Wärme kostengünstig zurückzugewinnen.

Zur Kreislaufeinengung werden häufig Membrantrennverfahren eingesetzt; deren Leistungs-fähigkeit wird durch Fouling und Scaling eingeschränkt, und auch die Abgabe oder Aufbereitung der Konzentrate ist oftmals aufwändig und erfordert neue Lösungsansätze. Die Behandlung der konzentrierten Abwasserströme in den Kreisläufen, vor der Ableitung und in den kommunalen Kläranlagen erfordert grundlegende Kenntnisse des Einflusses relevanter Substanzen sowie angepasste anaerobe/aerobe, oxidative, adsorptive und andere Prozesse.


4. Innovative Verfahren und neue Herausforderungen
Innovative Verfahren und Prozesse im Bereich der Prozess- und Abwasserbehandlung zielen darauf ab, Umweltbelastungen zu reduzieren, die Kosteneffizienz zu erhöhen, aber auch das Image ihrer Anwender zu verbessern.

Innovative Verfahren können sich dadurch auszeichnen, dass die an die Umwelt abgegebene Abwassermenge oder deren Verunreinigungen vermindert werden (z.B. Rest-CSB, AOX, Spurenstoffe, Salzlasten), verwertbare Stoffe dem Abwasserstrom gezielt entnommen und einer Wiederverwendung zugeführt werden (z.B. Lignin, Polyphenole), oder die Mehrfachnutzung der Wasserressourcen erhöht wird. Oft werden innovative Verfahren zur Kostensenkung eingeführt, wobei zumeist die Betriebskosten reduziert werden.

Der innovative Charakter eines Verfahrens kann in einer neuartigen Verschaltung verschiedener Behandlungsstufen oder dem neuartigen Einsatz von Hilfsstoffen, Spezialkulturen oder Prozessstufen innerhalb der Abwasserreinigung begründet sein.


5. Wertstoffe, Reststoffe und Schlämme
Angesprochen sind alle Industriebranchen, in denen Reststoffe und Schlämme bei Prozessen der Wasseraufbereitung und der Prozesswasser- bzw. der Abwasserbehandlung anfallen. Reststoffe und Schlämme können sowohl aus chemisch-physikalischen als auch aus biologischen Behandlungsverfahren stammen. Diskutiert werden sollen sowohl Verfahren der Aufbereitung als auch die Entsorgung (Beseitigung) und Verwertung. Speziell von Interesse sind dabei Verfahren der Volumenreduzierung, vor allem der Entwässerung. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Wertstoffrückgewinnung aus Reststoffen und Schlämmen gelegt.


6. Prozessanalytik

Die Prozessanalytik in der industriellen Wassertechnik erfordert neben der Entwicklung von Analysetechniken zur Prozessverfolgung eine Datenanalyse und -bewertung, worauf aufbauend Stoff- und Prozessdaten generiert werden können. Die Zielsetzung der Prozessautomatisierung und -optimierung besteht darin, eine konstante Produktqualität bei niedrigen Kosten zu erreichen und sichere sowie umweltverträgliche Prozesse betreiben zu können.

Derzeitig fehlen noch geeignete Verfahren, um eine differenzierte Beurteilung der Leistungsfähigkeit und der Qualitätskontrolle wassertechnischer Anlagen durchführen zu können; dies gilt insbesondere auch für toxische und refraktäre Stoffe sowie Spurenstoffe. Die Realisierung derartiger Systeme erfordert neben robusten und langzeitstabilen Methoden auch zyklisch arbeitende und automatisierte Techniken, die auftretende Störungen erkennen und Gegenmaßnahmen zur Behebung einleiten. Um eine effektive Überwachung zu gewährleisten, sind Prozessanalysatoren notwendig, die Multikomponenten-Gemische in einem Arbeitsgang analysieren. Neben biologischen und photometrischen Verfahren werden zukünftig verstärkt chromatographische Analyseverfahren zum Einsatz kommen. Dazu sind Kenntnisse vor allem zum Trennsäulenzustand sowie zur Fehlerfrüherkennung nachlassender Trennsäuleneigenschaften zu entwickeln.

 

Beitragseinreichung:

Wissenschaftliche Beiträge für Poster können in deutscher Sprache bis zum 16. September 2011 online eingereicht werden. Bitte reichen Sie eine aussagekräftige Zusammenfassung (max. 2 DIN A4-Seite, max. 512 kB) in elektronischer Form als MS-Word-Dokument oder im RTF-Format ein. Eine entsprechende Formatvorlage finden Sie hier.

Das Vorbereitungskomitee behält sich die Entscheidung über die Annahme der einzelnen Beiträge sowie die Ablehnung von inhaltlich unpassenden Beiträgen anhand der Kurzfassungen vor. Die Autoren werden im Oktober 2011 über die Annahme oder Ablehnung ihres Vorschlags informiert. Die Kurzfassungen der angenommen Beiträge werden im Tagungshandbuch veröffentlicht.

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