15th International Congress on Catalysis 2012
Munich/Germany
01.07.2012
- 06.07.2012
30. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen und ProcessNet-Jahrestagung 2012
Kongresszentrum, Karlsruhe
10.09.2012
- 13.09.2012
Die Weiter- und Wiedernutzung von Industriegrundstücken ist nach wie vor ein wichtiges Aktionsfeld im Bereich des Bodenschutzes. Bei Investitionsplanungen sind kontaminierte Altgrundstücke aber zumeist mit einem erheblichen Malus behaftet, der nach wie vor in vielen Fällen zu einer Entscheidung gegen das Altgrundstück und für die Errichtung auf der grünen Wiese führt. Dieser Malus ist zu einem erheblichen Teil nicht konkret und belastbar beziffert, sondern spiegelt vor allem die Unsicherheit der Investoren in Bezug auf mögliche Risiken wider, die kontaminierten Grundstücken anhaften. Dies gilt nicht nur für unsanierte sondern auch für sanierte Standorte.
Bei der Abwägung von Notwendigkeit und Art der Sanierungsmaßnahmen steht in der Regel eine auf die Schutzgüter der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bezogene Risikobetrachtung im Vordergrund, da - analog zu technischen Risiken - auch nach einer Sanierung verbleibende Risiken nicht absolut ausgeschlossen werden können. Gründe dafür sind die naturwissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Grenzen des Erkennens aufgrund des Standes der Wissenschaft und insbesondere der Erfassung, Gefahrenbewertung und Sanierung von kontaminierten Grundstücken unter den praktischen Gegebenheiten.
Der DECHEMA-Arbeitsausschuß Bodenschutz hat im Mai 2003 eine Broschüre herausgegeben mit dem Titel „Bewertung verbleibender Risiken sanierter und nicht sanierter Standorte“, die Informationen und Handlungsempfehlungen für „Betroffene“ wie z.B. Grundstückseigner und Investoren bietet. Sie dient auch als Leitfaden für den weiteren Dialog mit Experten und Betroffenen, um somit sukzessive eine inhaltliche Aktualisierung des Standes der Risikobewertung solcher Grundstücke herbeizuführen und den Umgang mit solchen Grundstücken auf nachvollziehbare Bewertungsgrundlagen zu führen.
Zu den in der Broschüre betrachteten verbleibenden Risiken zählen im Wesentlichen die Kategorien: Rechtliche Risiken, monetäre bzw. ökonomische Risiken, Gesundheitsrisiken inkl. psychosoziale Aspekte, Risikoaspekte im Bereich des Grundwassers, ökologische Risiken und technische Risiken.
Von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung ist die in einem gesonderten Kapitel betrachtete Versicherbarkeit verbleibender Risiken.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Hemmnisse bei der Wiedernutzung kontaminierter Grundstücke und die Wege zu deren Überwindung im Licht aktueller Erfahrungen zu diskutieren. Hierzu werden Fallbeispiele vorgestellt, an denen die Risikokategorien diskutiert und exemplarische Lösungen oder Verbesserungen im Umgang mit kontaminierten Grundstücken aufgezeigt werden.
Die abschließende Podiumsdiskussion dient der Zusammenfassung der Erkenntnisse und Empfehlungen für einen rationalen Umgang mit kontaminierten Grundstücken bei der Investitionsplanung.
Die Mitwirkung des ITVA (Ingenieurtechnischer Verband Altlasten e.V.) und AAV (Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW) sowie von Fachleuten und Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Planungsbüros für Stadt-, Projekt- und Grundstücksentwicklung, Banken, Anwaltskanzleien und Versicherungen gewährleisten eine kompetente Diskussion.