Einladung
Die Begrenzung des globalen Klimawandels ist ein wichtiges Aktionsfeld nationaler und internationaler Bemühungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die umweltschonende Bereitstellung von Energie und deren effiziente Nutzung tragen wesentlich zum Erreichen der damit verbundenen Ziele bei. Gerade anorganische Materialien haben hier ein hohes Potenzial. Wir haben, neben einer Übersicht zum Beitrag der anorganischen Chemie bei der Einführung neuer Energiesysteme, Vorträge aus den Themenbereichen Thermoelektrik, Leuchtstoffe, -mittel und Solarsilicium eingeladen, um verschiedene Aspekte des Gebiets zu beleuchten.
In vielen Regionen der Welt wird die Kernenergie als ein wichtiger Baustein des Klimaschutzes angesehen. Ob sie dies tatsächlich leisten kann, hängt jedoch sehr von den Technologien zur Entsorgung der Abfälle ab. Auch hierzu finden Sie einen Beitrag im Programm.
Eine Substanzklasse, die nicht nur Potenzial für eine höhere Energieeffizienz in anderen Branchen hat, sondern auch für umweltfreundliche, material- und energieeffiziente chemische Synthesen berechtigte Hoffnungen weckt, sind die Ionic Liquids. Zwei Unternehmen berichten über aktuelle Fortschritte auf dem Gebiet.
Die Fähigkeit zu gezielter Materialsynthese wirkt als „enabeling technology“ für viele Bereiche. Im Programm auf den folgenden Seiten finden Sie hierzu Beiträge zu Hochdrucksynthesen, Materialentwicklung auf Kolloidbasis, biomimetische Ansätze, optische Strukturierungsverfahren und neue Ansätze zur Metallbeschichtung mittels Chemical Vapour Deposition.
Daneben bereichern in gewohnter Weise Beiträge zum aktuellen Stand von Produkten und Verfahren das Programm, in diesem Jahr zu Waschmitteln und zur anstehenden Chemikalienregistrierung in der Europäischen Union.
Wir laden Sie ein, sich über vielfältige aktuelle Aspekte der angewandten und anwendungsnahen anorganischen Chemie zu informieren und mit Forschern und Entwicklern aus der Industrie sowie aus Hochschulen und öffentlichen Forschungsorganisationen zu diskutieren. Die Tradition dieser Veranstaltungsreihe, die Teilnahme von fortgeschrittenen Studenten und Doktoranden durch eine besonders günstige studentische Teilnahmegebühr zu fördern und das Angebot an angemeldete Hochschullehrer, kostenlos eine(n) studentische(n) Mitarbeiter(in) anzumelden, wird fortgesetzt.
Das Programm wurde gestaltet vom Arbeitsausschuss „Angewandte Anorganische Chemie“.
Prof. Dr. Barbara Albert, TU Darmstadt
Dr. Jürgen Behnisch, Evonik Degussa GmbH, Wesseling
Dr. Hans Dolhaine, Henkel KGaA, Düsseldorf
Dr. Klaus-Dieter Franz, Merck KGaA, Darmstadt
Prof. Dr. Hartmut Hibst, BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Prof. Dr. Jürg Hulliger, Universität Bern/CH
Prof. Dr. Stefan Kaskel, TU Dresden
Dr.-Ing. Thomas Kreuzer, Umicore AG & Co. KG, Hanau
Prof. Dr. Alexander Michaelis, Fraunhofer IKTS, Dresden
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Schubert, TU Wien/A
Prof. Dr. Gerhard Sextl, Fraunhofer ISC, Würzburg
Prof. Dr. Michael Veith, Leibniz-Institut für Neue Materialien gem. GmbH, Saarbrücken