15th International Congress on Catalysis 2012
Munich/Germany
01.07.2012
- 06.07.2012
30. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen und ProcessNet-Jahrestagung 2012
Kongresszentrum, Karlsruhe
10.09.2012
- 13.09.2012
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Hier finden Sie das
Programm im pdf-Format
! Die online Anmeldung ist geschlossen. Bitte melden Sie sich vor Ort in Osnabrück an.
Veranstalter :
- GVC · VDI-Gesellschaft für Verfahrenstechnik undChemieingenieurwesen
- DECHEMA e.V.
• GVC/DECHEMA Gemeinschaftsausschuss „Bioprozesstechnik“
Mit Unterstützung durch
:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück
Einladung
Fortschritte auf den Gebieten der Physiologie, Molekularbiologie und Zellbiologie haben in Verbindung mit optimierten Strategien der Prozessführung dazu geführt, dass sich biotechnologische Prozesse zunehmend durch hohe Produktkonzentrationen auszeichnen. Mit „Metabolic Design“ umschriebene Techniken werden zunehmend zur Prozessoptimierung genutzt. Darüber hinaus wird erwartet, dass der umfassende Blick auf zelluläre Prozesse in Form der Systembiotechnologie einen weiteren Schub der Verbesserung mit sich bringen wird. Der Erfolg bei der Nutzung biologischer Systeme erfordert, neue Ansätze zur Aufarbeitung biotechnologischer Produkte zu entwickeln, um den Vorteil ungewöhnlich hoher Produktkonzentrationen optimal nutzen zu können. Diese Problematik betrifft sowohl die Pharmazeutische Biotechnologie z. B. bei der Gewinnung monoklonaler Antikörper und rekombinanter Proteine als auch die Weiße Biotechnologie bei der Herstellung hauptsächlich niedermolekularer und großvolumiger Produkte. Insbesondere im Bereich der Biokraftstoffe müssen Prozesse in einen bisher nicht erreichten Maßstab überführt werden, bei dem bisher nicht relevante Probleme Aktualität erlangen. Oft gehen hohe Produktkonzentrationen mit hohen Biomassekonzentrationen einher, was weitere Herausforderungen für die Aufarbeitung mit sich bringt.
Wie bei dieser Veranstaltung traditionell üblich, wurde das Programm nur aus den eingegangenen Beitragsanmeldungen zusammengestellt. Es stellt also einen Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse sowohl in Industrie, als auch Akademia zum Generalthema dieser Tagung dar. Das Tagungsprogramm mag eine gewisse Unausgewogenheit widerspiegeln, weil fast ausschließlich Themen in Verbindung mit der Gewinnung makromolekularer Produkte in Erscheinung treten. Der Grund dafür mag in der Annahme zu suchen sein, dass die Gewinnung niedermolekularer Produkte oft auf bewährte Technologien zurückgreifen kann, während die Gewinnung von hochwertigen Proteinen und anderer hochmolekularer Wirkstoffe jetzt in eine Phase kommt, in der der Erfolg auf biologischer Ebene durch verfahrenstechnische Maßnahmen unterstützt werden muss. Der Erfolg neuer Therapeutika hat diesem Aspekt zusätzlich starken Auftrieb gegeben. Die eingeschränkt wirkende Themenwahl dürfte somit die eingeschränkte Themenvielfalt in der Forschung widerspiegeln.
Traditionell ist die erste Hälfte des Tagungsprogramms ausschließlich dem Generalthema gewidmet. Der zweite Tagungsteil wird wieder mit offenem Themenkreis organisiert, wobei allerdings die thematische Ausschreibung zu einem Überhang zum Generalthema geführt hat, so dass cirka 80 Prozent aller Beiträge die Aufarbeitung biotechnologischer Produkte zum Thema hat. Die Beteiligung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) an der Organisation der Tagung hat es ermöglicht, drei Vortragende aus dem Ausland für Plenarvorträge einladen zu können.
So wird es bei dieser Tagung zwei Plenarvorträge (J.A. Wesselingh und M. Morbidelli) zum Generalthema und einen Plenarvortrag zu einem wichtigen Thema im Zusammenhang mit der Systembiotechnologie (U. v. Stockar) geben. Die Vorsitzenden der Ausschüsse wünschen allen Tagungsteilnehmern einen intensiven Gedankenaustausch, viele Impulse für zukünftige Kooperationen und Entwicklungen und einen sowohl angenehmen als auch anregenden Aufenthalt in Osnabrück.
Erwin Flaschel und Dirk Weuster-Botz